2019 05 02 Schulen und Gruppen3

 

Termine/Vorträge

 

Um die Ausbreitung von "Corona" SARS-CoV-2 zu verlangsamen, hat die Stadt Kassel entschieden, alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen zu untersagen. Daher werden alle weiteren bevorstehenden Veranstaltungen bis einschließlich 5. Juli 2020 abgesagt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Vortrag

Mittwoch, 18.03.2020, 18 Uhr

"Waldsterben damals und heute" mit PD Dr. Klai Füldner

In den frühen 1980ern war das "Waldsterben" eines DER Umweltthemen in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung unserer Umwelt. Was als "Tannensterben" begann, wurde schnell bedrohlich für alle Baumarten - vornehmlich durch den Schwefeleintrag des "sauren Regens". Vor allem Wälder in den industriefernen Mittelgebirgen wurden erheblich getroffen.
Der Vortrag zeigt aus forstwissenschaftlicher Sicht den Rückblick auf Ursachen und Gegenmaßnahmen dieser noch lokalen Krise der Wälder Mitteleuropas. Die seit dem Dürresommer 2018 nun massiv auftretenden Waldschäden anderer Art werden dem gegenübergestellt - was ist nun die Zukunft unseres Waldes?

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Vortrag

Mittwoch, 25.03.2020, 18 Uhr

"Die Stadt stellt sich ihrer NS-Vergangenheit" mit Prof. Dr. Dietfrid Krause-Villmar

In den 1980er Jahren begann eine umfangreiche Erforschung der NS-Vergangenheit Kassels. Einstimmig hatten die Stadtverordneten 1979 beschlossen, bei geeigneten Wissenschaftlern der hiesigen Gesamthochschule (der späteren Universität Kassel), eine Dokumentation zu einem bis dahin weitgehend tabuierten Thema in Auftrag zu geben. Es setzte ein aufwändiger Forschungsprozess ein, der bis in die Gegenwart anhält. Biographische Studien würdigten die Geschichten einzelner Menschen und in öffentlichen Ausstellungen wurde Geschichte sichtbar gemacht. Das Forschungsteam verließ den universitären Rahmen und begab sich mitten in die Stadtgesellschaft. Diskussionen und Dispute zeigten große Zustimmung, bei einigen jedoch Zurückhaltung und Unverständnis. Eine neue Praxis von projektorientierter Wissenschaft wurde sichtbar: Dig where you stand. Erstmals wurden zu ehemaligen Zwangsarbeitern intensive Kontakte erschlossen, denen Einladungen seitens der Stadt erfolgten. Am auffälligsten an diesem Prozess waren das große öffentliche Interesse, die kontinuierliche Berichterstattung der Lokalredaktion der HNA und die aktive Beteiligung zahlreicher interessierter Bürger und Bürgerinnen.

Der Eintritt ist kostenlos

 

Vortrag

Mittwoch, 01.04.2020, 18 Uhr

"Die achtziger Jahre - Ein ,braunes´ Jahrzehnt?" mit Ann-Kathrin Mogge M.A.

Die 1980er Jahre waren nicht nur Marksteine für die Umwelt- und Friedensbewegung in Deutschland, sondern auch ein wichtiges Jahrzehnt für die extreme Rechte in der Bundesrepublik. Phänomene wie die Neue Rechte, der erstarkende Rechtsterrorismus und die in den 1980ern einsetzende Asyldebatte, die uns bis heute beschäftigen, prägten das letzte Jahrzehnt vor dem Mauerfall entscheidend mit. Ihren Ursprüngen und Entwicklungen bis ins frisch vereinigte Deutschland widmet sich der Vortrag.

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Vortrag

Mittwoch, 22.04.2020, 18 Uhr

"Kassel im Kontext der Globalisierung" mit Dr. Michael Lacher

Die letzten fünfzehn Jahre der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Kassel gleichen einer Erfolgsgeschichte: Die Beschäftigung ist hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Steuereinnahmen sprudeln scheinbar ungehemmt. Da stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung Folge der neuen wirtschaftlichen Ausgangslage nach der Grenzöffnung 1989 oder Ergebnis der Globalisierung der Weltwirtschaft ist. In dem Vortrag soll der wirtschaftlichen Entwicklung Kassels seit den 1980er Jahren nachgegangen werden, um Hinweise auf die Gründe für die aktuelle wirtschaftliche und soziale Lage der Stadt herauszubekommen.

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Vortrag

Freitag, 15.05.2020, 19 Uhr

Beethoven - Freiheit über alles 

Eine Hörbiografie von Jörg Hanstein

2015 erschien eine überaus fesselnde Hörbiografie über Ludwig van Beethoven. Der Autor Jörg Hanstein schildert darin das Leben des Komponisten als die persönliche Geschichte eines radikalen Individualisten vor dem Hintergrund eines großen historischen Panoramas. Nicht zu kurz kommt dabei Beethovens Musik, die für die damilige Zeit ganz neue Dimensionen eröffnete und die uns noch heute in ganz besonderer Weise fesselt.

Im Gespräch mit Susanne Schaeffer wird Jörg Handstein an diesem Abend im Kasseler Stadtmuseum von seinem Verhäältnis zu Beethoven erzählen und über seine Arbeit an der Hörbiografie über den Komponisten berichten.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe "Beethoven 2020. Was wäre, wenn...? Beethoven + Kassel" der Musikakademie Stadt Kassel "Louis Spohr" in Kooperation mit dem Verein für Hessische Geschichte und Landesgeschichte 1834 e.V. - Zweigverein Kassel - und dem Verein Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V..

Der Eintritt ist kostenlos.

 

 

Vortrag

Mittwoch, 20.05.2020, 18 Uhr

‚Beuyme ja – Steine nein‘ – die „Aktion 7000 Eichen“ von Joseph Beuys im Jahr 1982 und ihre Rezeption in der Kasseler Öffentlichkeit“ mit Martin Groh M.A., Kommissarische Direktion und Wissenschaft, documenta archiv

"Aktion 7000 Eichen", so firmiert im Katalog der documenta 7 das Werk von Joseph Beuys, das heute so prägend für das Stadtbild Kassels ist. Der Vortrag will beleuchten, welche grundlegenden Gedanken Beuys mit seiner Landart-Aktion verband, wie sich der documenta-Leiter Rudi Fuchs dazu verhielt und wie die Vision von der "Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung" 1982 konkret umgesetzt wurde. Dazu gehören die Proteste gegen und die Unterstützung für das Werk, die ein gutes Zeitbild der 80er Jahre vermitteln.

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Vortrag

Mittwoch, 27.05.2020, 18 Uhr

"Vom Messinghof in die Kulturfabrik - Punk und die Kasseler Musikkultur in den 1980er Jahren" mit Dr. Wolfram Boder

Der Eintritt ist kostenlos.

 

Vortrag

Mittwoch, 01.07.2020, 18 Uhr

"Der Dokumentarfilm - Ein Widersacher des flüchtigen Sehens. Plädoyer für einen Störenfried im Kinoalltag" mit Irmhild Scheuer, Mitbegründerin des Filmladen Kassel e.V. und des Kasseler Dokfestes.

Der Eintritt ist kostenlos.